Hardware

Edge-Hardware für industrielle
Zustandsintelligenz

SF2 lässt sich zunächst vollständig softwarebasiert evaluieren. Wenn für Verifikation oder Dauerbetrieb dedizierte Hardware sinnvoll ist, verbinden zwei spezialisierte Geräte das Zustandsmodell kontrolliert mit der OT: mobil für Prüfung und Inbetriebnahme oder fest installiert für die autonome Ausführung direkt an der Datenquelle.

Feldnah validierenLokal ausführenKontrolliert skalieren

Hardware-Lösungen

Zwei Geräte für klar getrennte Aufgaben

Beide Hardware-Lösungen nutzen dieselbe SF2-Modelllogik, decken jedoch unterschiedliche Phasen ab: Während das mobile SF2 Verification Device eine kontrollierte Grundlage für die technische Freigabe vor Ort schafft, dient das fest installierte SF2 Edge Device als verlässliche Runtime-Plattform für die kontinuierliche Ausführung in der Produktionsumgebung.

Prüfen und verifizieren

SF2 Verification Device

Portables Deployment- und Diagnosewerkzeug für Feldtests, Inbetriebnahme und Verifikation

Das portable SF2 Verification Device unterstützt Engineering-Teams beim Übergang vom vorbereiteten Zustandsmodell in die reale Anlagenumgebung. Es hilft, Datenpfade und Schnittstellen zu prüfen, Signalverläufe aufzuzeichnen, das Modellverhalten zu bewerten und technische Prüfschritte nachvollziehbar zu dokumentieren.

  • Portable Datenerfassung, Signalansicht und Logging im Feld
  • Prüfung von Datenpfaden, Schnittstellen und Modellreaktionen
  • Wiedergabe oder Simulation im bestätigten Funktionsumfang
  • Dokumentation technischer Prüfschritte und Ergebnisse
  • Unterstützung bei Feldtest, Inbetriebnahme und Rollout-Vorbereitung

Ausführen und integrieren

SF2 Edge Device

Produktive Zielplattform für SF2 Engine im Feldbetrieb

Das SF2 Edge Device ist ein kompakter Controller für die DIN-Hutschiene. Es führt ein mit SF2 Suite RT bereitgestelltes Zustandsmodell lokal aus, verarbeitet angebundene Sensor- und Prozessdaten und übergibt berechnete Overlap-Kanäle sowie Trigger an bestehende Automatisierungs- und Leitsysteme.

  • Kontinuierliche Verarbeitung angebundener Sensor- und Prozessdaten
  • Ausgabe von Overlap-Kanälen und Triggern an nachgelagerte Systeme
  • Kompakte Montage auf der DIN-Hutschiene
  • Einbindung über die tatsächlich freigegebenen Schnittstellen (OT/SCADA)
  • ARM- und FPGA-basierte Hardwarearchitektur für die lokale SF2 Runtime

So wird aus der Feldprüfung ein kontrollierter Rollout

  1. 01

    Reale Datenpfade qualifizieren

    Das Verification Device schafft eine belastbare Grundlage für die Freigabe: Signale erfassen, Schnittstellen prüfen und Abweichungen dokumentieren.

  2. 02

    Freigegebenes Modell betreiben

    Das Edge Device übernimmt das versionierte Produktionspaket und führt es mit SF2 Engine RT kontinuierlich im vorgesehenen OT-Kontext aus.

Kernvorteil

Für den industriellen Einsatz ausgelegt

Die Hardware schafft definierte Übergänge zwischen Engineering, Runtime und vorhandener Automatisierung.

Datenhoheit im Werk

Auswertung und Runtime können innerhalb der lokalen Kundeninfrastruktur betrieben werden.

Getrennte Verantwortlichkeiten

Verifikation, Modellfreigabe und produktive Ausführung bleiben technisch klar voneinander abgegrenzt.

Einbindung statt Austausch

SF2 liefert Informationen an bestehende Systeme, ohne deren Steuerungsaufgaben zu übernehmen.

Ein Modell, mehrere Zielsysteme

Freigegebene Produktionspakete lassen sich konsistent auf Edge-Geräten oder lokalen Servern bereitstellen.

Entscheidungshilfe

Welches Gerät passt zu welcher Aufgabe?

Entscheidend sind Einsatzdauer, Bauform und gewünschte Rolle im Engineering- beziehungsweise Produktionsprozess.

AspektSF2 Edge DeviceSF2 Verification Device
Primäre AufgabeValidiertes SF2 Zustandsmodell kontinuierlich nahe an der Datenquelle ausführenDatenpfade, Schnittstellen und Modellverhalten unter realen Bedingungen prüfen
Typischer EinsatzDauerhafter ProduktionsbetriebFeldtest, Inbetriebnahme, Diagnose und technische Verifikation
BauformKompakter Controller für die DIN-HutschienePortables Gerät für wechselnde Einsatzorte
SF2 SoftwareFührt SF2 Engine RT mit bereitgestelltem Modell ausUnterstützt die Verifikation vor oder während der Bereitstellung
Typische ErgebnisseOverlap-Kanäle und TriggerAufzeichnungen und dokumentierte Prüfergebnisse

OT-Integration

Klare Verantwortung in der OT-Architektur

SF2 bewertet Zustände und stellt Ergebnisse bereit. Datenerfassung, Visualisierung, Alarmierung und Anlagenreaktion verbleiben in den dafür vorgesehenen Kunden- und Automatisierungssystemen.

  1. 01

    Daten bereitstellen

    Sensoren, Steuerungen und Gateways liefern die freigegebenen Signale aus dem bestehenden Prozess.

  2. 02

    Zustände bewerten

    SF2 berechnet Fingerprints, vergleicht Referenzzustände und erzeugt nachvollziehbare Ähnlichkeitswerte oder Trigger.

  3. 03

    Ergebnisse nutzen

    Leit-, Wartungs- oder Analysesysteme übernehmen die Ausgaben für Anzeige, Alarmierung und definierte Folgeprozesse.

Einsatzmodell

Dedizierte Hardware ist eine Option, keine Voraussetzung

Welche Zielplattform sinnvoll ist, richtet sich nach Einsatzphase, Einbauort und vorhandener Infrastruktur.

  1. 01

    Software-first evaluieren

    Historische Daten lassen sich mit SF2 Suite SE auf einer vorhandenen Workstation analysieren – ohne zusätzliche Hardware.

  2. 02

    Bei Bedarf mobil verifizieren

    Das Verification Device kommt ins Spiel, wenn reale Schnittstellen, Signalqualität oder Modellreaktionen vor Ort geprüft werden sollen.

  3. 03

    Zielplattform frei wählen

    SF2 Engine RT kann auf geeigneter lokaler Serverhardware oder auf dem SF2 Edge Device betrieben werden.

  4. 04

    Rollout kontrolliert erweitern

    SF2 Suite RT verwaltet versionierte Produktionspakete und die vorgesehenen Runtime-Instanzen zentral.

Nächster Schritt

Finden Sie die passende Zielplattform für Ihren Einsatz.

Wir klären gemeinsam Datenpfade, Schnittstellen, Einbauumgebung und die Frage, ob dedizierte SF2 Hardware für Ihren Rollout einen Mehrwert bietet.